Zylon Helmets - Hartung Helmets

Hartung Helmets
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Hartung Helmets Zylon

Premiere auf der IAA Frankfurt 2005

1976 beauftragte uns der damalige Importeur von Vitaloni Stratos Helmen (Bertone-Design) in Deutschland, einen 1000 g - Integralhelm nach der damaligen DIN 4848 zu entwickeln (damalige Vorstellung der Fa. ATI in Wetzlar :  "Helmschale aus Titan").
Schon bald stellten wir fest, daß 1000 g weit unterschritten werden konnten, was später zur Patenterteilung in zahlreichen Ländern führte. Nach Ablauf unserer Schutzrechte werden diese heute praktisch (zumindest teilweise) von allen Anbietern sehr leichter Helme genutzt. Grundlage unserer Erfindung war die homogene Verteilung technischer Gewebe (nicht Gestricke oder Gelege) auf einer Positiv(Helm)form ohne Einschnitte und Überlappungen, die natürlich auch eine attraktive Darstellung dieser Gewebe gestattete.
Seither haben wir die weltweit leichtesten Integralhelme entsprechend einer jeweils national oder international geforderten Norm entwickelt und hergestellt, allerdings mit dem Nachteil, hohe Material-, Lohn- und Fertigungskosten in Kauf nehmen zu müssen.
In den 70er Jahren boten die Aramidfasern Kevlar und Twaron die besten techn. Ergebnisse zur Herstellung einer Helmschale (unser alter gelber "Bienenkorb", DIN 4848 / OMK / TÜV Rheinland Prüfzeichen und später ECE :  750 g), Anfang der 80er Jahre haben wir aus optischen Gründen außen eine Gewebelage Kevlar/Carbon (2 zu 1 Faden) mit gutem Erfolg laminiert, bis uns dann 1987 die Hochmodul-Polyäthylenfasern Dyneema und Spectra angeboten wurden, die (insbesondere Spectra aus den USA) deutlich bessere Schutzeigenschaften erreichten, jedoch mit dem Nachteil, optisch weniger attraktiv zu sein als Aramid- oder Aramid/Carbon-Gewebe.                                                     
Nach jahrelangen Verlusten insbesondere wegen immer weiter steigender Lohnkosten in Andorra (aber auch Gewebekosten) mußten wir die Produktion 1993 einstellen.
Unsere Kunden haben immer darauf zählen könnte, das Optimum für ihre Sicherheit nach dem jeweiligen Stand der Technik zu erhalten, und ein “Investitionsgut“ mit Langzeitgarantie, aus dieser Verpflichtung heraus haben wir damals (nach Verfügbarkeit der Spectra- und Dyneemafasern) trotz vielfacher Nachfragen keine Kevlar- oder Kevlar/Carbon-Helme (oder gar Carbonhelme) mehr gefertigt.

Nach Insolvenz der Eurobike-Gruppe 2003 und Erscheinen von Helmen wie BMW Carbon, Schuberth Carbon und Uvex Carbon zu der Zeit (heutzutage liegen Carbon-Fasern preislich deutlich unter Aramid-, Hochmodul-Polyäthylen- und weit unter PBO-Fasern s.u.) wurden wir sowohl von Endverbrauchern, vom Handel als auch der Presse immer wieder gedrängt, erneut einen Helm der technischen Superlative anzubieten.
Als noch heutzutage mit Abstand beste (verfügbare) Faser zur Herstellung von Schutzhelmen war uns die PBO-Faser Zylon (z.B Zugfestigkeit ~6000 N / mm², etwa das Doppelte bisheriger Fasern) der japanischen Fa. Toyobo bekannt, allerdings auch für UV-Empfindlichkeit. Nach umfangreichen Versuchen (Xenotests) konnten wir Anfang 2005 abschließend feststellen, daß unter bestimmten Verfahren eine Langzeit-UV-Beständigkeit erreicht werden kann.                                                           
Daraufhin haben wir sofort Gewebe nach Spezifikation in Auftrag gegeben, eine erste Musterlieferung erreichte uns Mitte Mai 2005.
Ab Ende Mai 2005 haben wir Helme zur Vorprüfung nach Snell 2005 (weltweit härteste Norm und Grundvoraussetzung einer FIA-Norm für Formel-Rennen) nach Kalifornien gesandt. Die Testergebnisse zeigten Möglichkeiten, Snell-Integralhelme um 900 g (inkl. Visier) fertigen zu können, was auch heute noch konkurrenzlos ist, ebenso wie ECE-Integralhelme um 750 g.
15 Jahre später können wir nach natürlicher Langzeit-UV-Alterung Zylongewebe bedenkenlos als Sichtgewebe mit 10jähriger Garantie ohne Carbongewebeabdeckung verantworten, die wir auf Wunsch aber auch fertigen können (s.u.).
Für die Saison 2021 planen wir nun definitiv den Produktions-Wiederbeginn eines Zylon Helmes in Marokko, um trotz lohnkostenintensiven über zehn Arbeitsstunden (für einen Helm) und teuerster Zylon-Faser einen Endverbraucherpreis wahrscheinlich um 600.-- anbieten zu können.                             
Mit Kostenvorteilen könnten wir den Zylon Helm mit einer äußeren Carbon-Gewebelage anbieten. Der Erwerber eines Zylon Helmes kann ebenso wie der "Bienenkorb"-Kunde Ende der 70er Jahre nach Jahrzehnten noch Ersatzteile bestellen, weil auch die darunterliegende stoßdämpfende Polsterung aus alterungsbeständigem PU-Schaum gefertigt wurde/wird. Abgesehen vom Gewichtsvorteil handelt es sich (wie bei unserem "Sparta") um ein 'unmodisches' Langzeitprodukt, ein “Investitionsgut“, dessen Anschaffungswert vom Käufer bedacht und 'abgewogen' werden sollte.  
Wir sind davon überzeugt, auch weiterhin den weltweit besten Kompromiß zwischen Schutzanforderungen und Gewicht anbieten zu können.
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