Zylon Helmets - Hartung Helmets

Hartung Helmets
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Hartung Helmets Zylon

Premiere auf der IAA Frankfurt September 2005

1976 beauftragte uns der damalige Importeur von Vitaloni Stratos Helmen (Bertone-Design) in Deutschland, einen 1000 g - Integralhelm nach der damaligen DIN 4848 zu entwickeln (damalige Vorstellung der Fa. ATI in Wetzlar :  "Helmschale aus Titan").

Schon bald stellten wir fest, daß 1000 g weit unterschritten werden konnten, was später zur Patenterteilung in zahlreichen Ländern führte. Nach Ablauf unserer Schutzrechte werden diese heute praktisch (zumindest teilweise) von allen Anbietern sehr leichter Helme genutzt. Grundlage unserer Erfindung war die homogene Verteilung technischer Gewebe (nicht Gestricke oder Gelege) auf einer Positiv(Helm)form ohne Einschnitte und Überlappungen, die natürlich auch eine attraktive Darstellung dieser Gewebe gestattete.

Seither haben wir die weltweit leichtesten Integralhelme entsprechend jeweils national oder international geforderten Normen entwickelt und hergestellt, allerdings mit dem Nachteil, hohe Material-, Lohn- und Fertigungskosten in Kauf nehmen zu müssen.

In den 70er Jahren boten die Aramidfasern Kevlar und Twaron die besten techn. Ergebnisse zur Herstellung einer Helmschale (unser ‘guter alter‘ gelber "Bienenkorb", DIN 4848, OMK, TÜV Rheinland Prüfzeichen, SIS, und später ECE :  750 g). Anfang der 80er Jahre haben wir auch aus optischen Gründen außen eine Hybridgewebelage Kevlar/Carbon (2 zu 1 Faden) mit gutem Erfolg laminiert, bis uns dann 1988 die Hochmodul-Polyäthylenfasern Dyneema und Spectra angeboten wurden, die (insbesondere Spectra aus den USA) deutlich bessere Schutzeigenschaften erreichten, und der beige “Bienenkorb II“ ersetzte das gelb-schwarze Hybridgewebe.

Nach jahrelangen Verlusten insbesondere wegen immer weiter steigender Lohnkosten in Andorra (aber auch Gewebekosten) mußten wir die Produktion 1992 einstellen.

Unsere Kunden haben immer darauf zählen könnte, das Optimum für ihre Sicherheit nach dem jeweiligen Stand der Technik zu erhalten, und ein “Investitionsgut“ mit Langzeitgarantie, aus dieser Verpflichtung heraus haben wir damals (nach Verfügbarkeit der Spectra- und Dyneemafasern) trotz vielfacher Nachfragen keine Kevlar- oder Kevlar/Carbon-Helme (oder gar Carbonhelme) mehr gefertigt.

Nach Insolvenz der Eurobike-Gruppe 2003 und Erscheinen von Helmen wie BMW Carbon, Schuberth Carbon und Uvex Carbon zu der Zeit (nach 2003 bis heute liegen Carbon-Fasern preislich deutlich unter Aramid-, Hochmodul-Polyäthylen- und weit unter PBO-Fasern s.u.) wurden wir sowohl von Endverbrauchern, vom Handel als auch der Presse immer wieder gedrängt, erneut einen Helm der technischen Superlative anzubieten.

Anfang 2000 erschienen die PBO Fasern Zylon des japanischen Herstellers Toyobo, die noch heutzutage die mit Abstand besten (verfügbaren) Fasern zur Herstellung von Schutzhelmen sind (z.B. mit einer Zugfestigkeit von ~6000 N/mm², etwa dem Doppelten bisheriger Fasern), auf deren UV-Empfindlichkeit allerdings in der technischen Literatur hingewiesen wurde. Nach umfangreichen Versuchen (Xenotests) konnten wir Anfang 2005 abschließend feststellen, daß unter bestimmten Verfahren eine Langzeit-UV-Beständigkeit erreicht wird. Daraufhin haben wir sofort Gewebe nach unseren Spezifikation in Auftrag gegeben, und eine erste Musterlieferung erreichte uns im Mai 2005.

Ab Ende Mai 2005 haben wir Helme zur Vorprüfung nach Snell 2005 (weltweit härteste Norm und Grundvoraussetzung einer FIA-Norm für Formel-Rennen) nach Kalifornien gesandt. Die Testergebnisse zeigten damals schon Möglichkeiten, Snell-Integralhelme um 900 g (inkl. Visier) fertigen zu können, was auch heute noch konkurrenzlos ist, ebenso wie ECE-Integralhelme um 750 g. Nach weiteren Versuchen ab 2013 bis heute und Einsatz u.a. von Leichtmetallen bis Titan in Teilbereichen werden wir Snell-Integralhelme auch unter 800 g anbieten können.

Diese Zylon Helme stellten wir ab Frühjahr 2005 durch Werbung in den wichtigsten Zeitschriften und dann im September auf der IAA in Frankfurt vor aber konnten sie (wie ab Ende der 70er Jahre) als Made in Andorra kostendeckend nur zu 999.-- anbieten.                                                                                                                                    Wie bei unserem “Sparta Nature“ bis 2010 mussten wir jedoch erkennen, dass die Lohnkosten zu einem wirklichen Markterfolg drastisch gesenkt werden mussten und informierten uns hierzu seit Mai 2008 intensiv während Erkundungsreisen von insgesamt über 50.000 km in den drei Maghreb Ländern Marokko, Algerien und Tunesien, um uns im Frühjahr 2011 endgültig für Nordmarokko zu entscheiden. Anfang 2012 gründeten wir dort eine KG, die Anfang Juni 2012 von allen übergeordneten Instanzen in Tétouan zu fünf Produktionsbereichen zugelassen wurde, aber von der letztentscheidenden Gemeinde Bni Said erst am 15.04.2020, und ausschliesslich zur Helmproduktion.

Für die Saison 2021 planen wir den Produktions-Wiederbeginn eines Zylon Helms in Marokko, um trotz lohnkostenintensiven über zehn Arbeitsstunden (für einen Helm) und teuerster Zylon-Fasern einen Endverbraucherpreis deutlich unter 999.-- (s.o.) anbieten zu können.

15 Jahre nach 2005 können wir nach natürlicher Langzeit-UV-Alterung Zylongewebe bedenkenlos als Sichtgewebe mit 10jähriger Garantie ohne Carbongewebeabdeckung verantworten, von denen wir 2013 Versuchshelme für Polo herstellten, und die wir auf Wunsch auch fertigen könnten.

Der Erwerber eines Zylon Helms kann ebenso wie der "Bienenkorb"-Kunde Ende der 70er Jahre nach Jahrzehnten noch Ersatzteile bestellen, weil auch die darunterliegende stoßdämpfende Polsterung aus alterungsbeständigem PU-Schaum gefertigt wurde/wird. Diese “stossdämpfende Polsterung“ wird nicht wie bei anderen Helmen nachträglich in eine Helmschale eingesetzt sondern stellt zusammen mit ihr einen festen Verbund als ’Quasi-Sandwich‘ dar. Abgesehen vom Gewichtsvorteil handelt es sich (wie bei unserem "Sparta") um ein 'unmodisches' Langzeitprodukt, ein “Investitionsgut“, dessen Anschaffungswert vom Käufer bedacht und 'abgewogen' werden sollte. Unsere Helme um 1980 mit speziellem PU-Schaum von Bayer und EP-Harz nach Luftfahrtnorm von Ciba-Geigy bieten heute noch praktisch gleiche Schutzeigenschaften, wie wir über die Jahre immer wieder an vielen hundert bei uns lagernden alten Helmen feststellen konnten.

Wir sind davon überzeugt, auch weiterhin den weltweit besten Kompromiss zwischen Schutzanforderungen und Gewicht anbieten zu können.

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